s hat eine Weile gedauert, diesen Blog ins Leben zu rufen, besonders als „erfahrener Nichtblogger“. Ich habe eine Möglichkeit gesucht, eine Form, um sich über das „nichthörbare“ Phänomen in der Musik auszutauschen. Es gibt so viele Forschungen in der letzten Zeit, immer neue Bücher, es gibt über die Musiktherapie einen ganz neuen Therapieansatz. Es gibt aber immer noch zu wenig „Worte aus dem Herzen“ von Menschen die Musik „machen“ und denen, die Musik „hören“.

o wurde die Wirkung meiner Musik mir selbst erst wirklich klar über die Reaktionen von Menschen. Sie haben mir Dinge geschrieben, die sich von den üblichen „danke für das tolle Konzert, die tolle CD“ unterschieden. Es waren oft Beschreibungen von tiefen inneren Erfahrungen, die nicht nur mit den Tönen zusammenhingen, sondern mit Energie, die in der Musik offensichtlich enthalten ist.

ch hatte in letzter Zeit auch Kontakte mit ehemaligen Studienkollegen oder Bandmusikern aus früherer Zeit. Einige hatten aufgegeben, kamen mit dem Musikbetrieb nicht klar, „spielten“ nicht mehr, sondern „wendeten Musik nur noch an“ – als Serienkomponist, Musikdesigner etc, oder unterrichteten nur noch. Bei anderen war das Leuchten in den Augen erloschen, und sie sprachen über Musik wie ein Banker über seine Zahlen. Das, was Musik für mich ist, ging so oft verloren.

usik rieselt am Ohr vorbei, wird nicht mehr beachtet, gehört, erlebt, oder mit geschlossenen Augen wahrgenommen. Die Magie ist weg, Heilung kann nicht stattfinden. Mit Heilung meine ich: Gedanken faden weg, Emotionen kommen hoch oder werden ausgeglichen, ein anderer Bewusstseinszustand entsteht, ein anderes Lebensgefühl, Schmerzen hören auf, oder werden nicht wahrgenommen, Trauer oder Leid treten in den Hintergrund – es entsteht eine Ruhe, ein innerer Raum, eine Lebendigkeit oder was auch immer. Es öffnen sich neue Räume, man fühlt sich genährt, erfüllt, einfach besser.

as auch immer es ist, man tauscht sich wenig darüber aus. Ich wünsche mir für diesen Blog, dass das Austauschen der eigenen Erfahrungen mit Musik – und mit meiner Musik – nicht nur Fachleuten überlassen wird. Ich lade Sie – Dich – ein, etwas über Wirkungen und Erfahrungen zu schreiben, die beim Hören geschehen sind. Ich hoffe auch, dass Musiker diesen Blog lesen und sich erinnern, warum sie eigentlich angefangen haben, Musik zu machen, so viele Stunden allein an ihrem Instrument zu verbringen, oder in ihrem Studio.

usic was my first love – und damals hatte ich keine Ahnung, wie man Musik macht. Heute habe ich Ahnung, wie man Musik macht – und sie ist immer noch „my first love“.

ch möchte in meinen zwei ersten Blogbeiträgen bitten, etwas zu schreiben über die ersten Erfahrungen, oder besondere Erfahrungen, die Ihr mit Musik hattet, und im anderen über besondere Erfahrungen, die  ihr mit Musik von mir hattet. Ich habe ein bisschen etwas über meine besonderen Erlebnisse geschrieben, die ich hatte, als ich in der Grossen Pyramide allein spielte, und das meinen weiteren Umgang mit Musik prägte.

as ist dein erstes intensives Musikerlebnis, an das Du Dich erinnerst, was dein intensivstes.

as ist in Dir beim Hören von meiner Musik geschehen. Was für Erlebnisse hast Du, wenn Du diese Musik hörst?